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3 Gründe, warum wir an unsere eigene Stärke glauben sollten – immer!

Stärke durch Triathlon dank sportingWOMEN Lena

Zwischen Job-Stress und Alltagswahnsinn kann das Vertrauen in die eigene Stärke schon mal in Vergessenheit geraten. Also gar nicht erst anfangen mit Training und sportlichen Zielen? Von wegen! Ein Plädoyer für mehr Glauben an uns selbst.

„Ach, das geht ja eh nicht mit Kind!“ – ein Satz, den ich bis vor einigen Jahren zwar selten gesagt, aber täglich gedacht habe. Als alleinerziehende, vollzeitberufstätige Mama mit Kleinkind schien es mir schlichtweg unmöglich, dass ich von ähnlichen Dingen träumen könnte wie meine Twenty-Something-Freunde. Schon gar nicht von sportlichen Zielen. Doch das änderte sich, als ich mich vor zweieinhalb Jahren beruflich bedingt auf einer Recherchereise mit meiner damals Dreieinhalbjährigen in der Zugspitz Arena Bayern-Tirol wiederfand: zum ersten Mal bei einem Sport-Event „for women only“.

Fit bleiben als Mama? Geht doch – nur anders!

Ich will euch an dieser Stelle keine romantisierte Geschichte von wegen „Lifechanging-Moment“ erzählen. Aber Fakt ist: Bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich wirklich, dass es wohl kaum sinnvoll sein könnte, zu verreisen, wie es all die anderen um mich herum ständig taten. Wie sollte es bitte erholsam werden, statt alleine mit Kleinkind zu Hause eben alleine mit Kleinkind an einem anderen Ort zu hocken? Heute weiß ich, dass das nicht zu Ende gedacht war. Erholung ist natürlich auch mit Kind möglich – wenn man das richtige Setup dazu hat. In meinem Fall hieß das eben, eine Umgebung zu wählen, in der meine Bedürfnisse als Mama mit Kleinkind mitgedacht werden. Zum Beispiel, indem auch so etwas Simples wie Kinderbetreuung angeboten wird. Oder weil man auf Gleichgesinnte in ähnlichen Lebenssituationen trifft. Mag nach Kleinigkeiten klingen, ist bei Sport-Events aber alles andere als selbstverständlich. #Isso.

Kurzum: Seit diesen zwei Tagen im Sommer 2019 sind nicht nur drei Jahre, sondern auch zwei Halbmarathons, etliche Biketouren und zwei Triathlons vergangen. Sicher, meine Tochter ist inzwischen auch älter und selbstständiger geworden. Mein Mindset ist seitdem aber auch ein anderes. Das destruktive „Geht ja eh nicht!“ ist einem lösungsorientierten „Geht schon – nur vielleicht anders als bei anderen!“ gewichen. Mittlerweile ist das sogar richtiggehend zu einer Stärke geworden.

Da geht noch so viel mehr!

Was diese Erfahrung jetzt bitteschön mit dem Glauben an die eigene Stärke zu tun haben soll? Kurz gesagt: Beides hat vieles möglich gemacht. Und zwar in erster Linie einiges, von dem ich vorher überzeugt war, dass es unmöglich sei.

Ein Beispiel: diese Sache mit dem Triathlon. Ich bin mir zwar nach den über vier Stunden, die ich in diesem Jahr auf der olympischen Distanz beim Allgäu-Triathlon gebraucht habe, mehr denn je darüber bewusst, dass ich nicht der nächste Frodeno werde. Aber tief im Inneren hat mir dieser Sport den Glauben daran geschenkt, dass ich vielleicht nicht alles, aber viel mehr als gedacht schaffen kann – selbst wenn alles dagegenspricht. Mitsamt geschrotteter Schulter, zu wenig Zeit fürs Training und dem Gedanken ans Aufgeben nach der ersten der drei Disziplinen sprach nämlich eigentlich nichts dafür. Dennoch hat es geklappt. Ganz sicher auch, weil ich tief in mir die Überzeugung hatte, die Stärke dazu zu haben – wenn auch auf meine Art.

Den (sportlichen) Glauben an deine Stärke zu haben, lohnt sich, weil …

1. … du dadurch nur gewinnen kannst.

Die Haltung „In mir steckt mehr, als ich ahne!“ allein versetzt vielleicht keine Berge. Sie schenkt uns – sinnbildlich – aber den Mut, überhaupt den Aufstieg auf diese Berge zu wagen. Und da wir gerade bei Metaphern sind: Nur derjenige, der am Fuße eines Berges stehen bleibt, gewinnt keine neue Perspektive. Ja, klingt wie ein Kalenderspruch, ist aber was Wahres dran.

2. … dich nichts mehr schocken kann.

Okay, fast nichts mehr. Aber tatsächlich ist es doch so: Menschen, die auf sich selbst vertrauen, können auch Herausforderungen im Alltag nicht mehr so leicht umhauen. Sport macht erwiesenermaßen stressresistenter. Und das vielleicht auch, weil wir wissen, dass uns nicht einmal die vermeintlich krasseste Biketour, der härteste Lauf oder das kräftezehrendste Workout wirklich aus den Latschen, pardon, Sportschuhen kippen kann. Im Gegenteil! Nach der nötigen Regeneration geht bekanntlich sogar noch mehr. Stichwort: Superkompensation. So, und jetzt nehme ich den erhobenen Zeigefinger wieder runter und rücke die Brille auf der Nase zurecht.

3. … du andere zum Glauben an die eigene Stärke ermutigst.

Nicht, dass ich selbst behaupten würde, andere inspirieren zu können. Aber wenn sogar ich es schaffe, einen Triathlon irgendwie ins Ziel zu bringen, dann können das andere erst recht. Daran glaube ich jedenfalls.

In diesem Sinne: Stay wild, stay free, stay #strongHER!

Sara-Lena Niebaum

Sara-Lena Niebaum

Ob geschriebenes, gesprochenes oder bewegtes Bild – Lenas Herz schlägt für jede Art von Content, von Podcast bis Porträt! Wenn sie nicht gerade kreativ und digital unterwegs ist, liebt sie es, draußen aktiv zu sein. Bevorzugt beim Boarden, Wandern oder beim Schwimmen, Radfahren und Laufen.

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Laufen, Radfahren oder Bergsport: Hier findest du alles rund um dein Hobby, deine Auszeit und deine sportlichen Lieblingsthemen! Gemeinsam mit den sportingWOMEN-Markenbotschafterinnen sowie weiteren Sport-Expertinnen inspiriert und motiviert die #strongHER-Redaktion mit spannenden Storys, Tipps und mehr.

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