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Ciao Frühjahrsmüdigkeit – so startest du fit in den Frühling

Gruppe aus drei Frauen beim Trailrunning auf Weg in den Bergen im Frühling

Der Frühling steht vor der Tür, doch du  würdest dich am liebsten im Bett verkriechen? Mit der Frühjahrsmüdigkeit bist du nicht allein. Warum das so ist und wie du sie wieder loswerden kannst, zeigen wir dir in unseren 6 Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit. 

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:

  • Frühjahrsmüdigkeit ist normal: Der Körper stellt sich hormonell vom Winter auf den Frühling um – Müdigkeit kann vorübergehend auftreten.

  • Bewegung und frische Luft helfen: Sport, Sonnenlicht und Spaziergänge bringen Kreislauf und Hormonhaushalt wieder in Schwung.

  • Kälte- und Bürstenreize aktivieren: Tautreten oder Trockenbürsten regen Durchblutung und Stoffwechsel an.

  • Frische, nährstoffreiche Ernährung: Obst, Gemüse und Kräuter wie Brennnessel füllen Vitamin- und Mineralstoffspeicher auf.

  • Ausreichend Schlaf und Erholung: Entspannung unterstützt den Körper bei der Umstellung auf den Frühling.

Der Jahresbeginn ist durch, die Tage werden wieder länger und du bist bereit voll durchzustarten? Doch irgendwie willst du nicht so richtig in die Gänge kommen und fühlst dich einfach nur müde und erschöpft?

Das geht vielen so und daran kann die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit schuld sein. Nach dem Winter befindet sich unser Körper evolutionär gesehen im Sparmodus. Das Schlafhormon Melatonin überwiegt und unser Körper muss Kräfte sparen. Werden die Tage wieder länger und wärmer, stellt sich auch unser Hormonhaushalt um: Das sog. Glückshormon Serotonin nimmt zu und Melatonin wird abgebaut. Das geht nicht über Nacht und dafür braucht der Körper Kraft, das kann bei uns zu Müdigkeit, träger Stimmung oder verminderter Leistungsfähigkeit führen.  

Und was jetzt? Den inneren Schweinehund überwinden und dich viel an der frischen Luft bewegen. Das unterstützt deinen Körper beim Frühjahrsneustart. Damit es dir ein bisschen leichter fällt, haben wir dir sechs Tipps ausgesucht, die dich fit für die warme Jahreszeit machen und mit der du die Frühjahrsmüdigkeit links liegen lässt.

Warum du ganz entspannt in den Jahresanfang starten solltest, liest du hier: New Year, erstmal kein New-Me: Warum du keine Neujahrsvorsätze machen solltest

Trockenbürsten

Trockenbürsten ist besonders morgens nach dem Aufstehen geeignet, da du damit die Müdigkeit einfach wegbürsten kannst. Durch das Bürsten wird die Durchblutung und damit der Stoffwechsel der Haut angeregt. Zudem wird das vegetative Nervensystem harmonisiert und stabilisiert. Es wirkt hauterneuernd, belebend, leistungssteigernd und kann Infekten vorbeugen. 

Mit einer Bürste mit nicht zu harten Naturfasern startest du an deinem rechten Bein und bürstest in Längsrichtung über Außenseite der Füße, Unter- und Oberschenkel, anschließend die Innenseiten und das Gesäß. Weiter beim linken Bein. Dann die Arme, wieder rechts beginnend, zuerst über die Außenseite und dann über die Innenseite. Brust, Bauch, Rücken und Nacken bürstest du kreisförmig im Uhrzeigersinn. 

Nach dem Bürsten die Haut mit einem reichhaltigen Öl eincremen oder den Körper mit kaltem Wasser abreiben. 

Falls du dich während der Behandlung unwohl fühlst oder deine Haut mit flächenhaften Rötungen (ähnlich einer Allergie) reagiert, solltest du die Anwendung abbrechen. 

Frau bürstet mit Trockenbürste ihr Bein im Bad
Trockenbürsten regt die Durchblutung an und wirkt belebend. Foto: Canva

Tautreten

Einer meiner absoluten Geheimtipps im Frühjahr?Tautreten. Dazu einfach Schuhe und Socken ausziehen und in der Früh durchs feuchte Gras laufen. 

Tautreten ist ideal um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungen im Winter vorzubeugen. Dazu einfach am Morgen, wenn die Wiesen noch mit Tau bedeckt sind, barfuß durch das feuchte Gras laufen. Solange bis ein Kältereiz an den Füßen auftritt. Anschließend die Füße abstreifen evtl. Schuhe oder Socken anziehen, bewegen und so die Füße wieder aufwärmen.⠀⠀⠀⠀⠀

Das taunasse Gras setzt einen thermischen Reiz auf unsere Füße und regt so die Durchblutung an. Außerdem aktiviert und kräftigt das Barfußgehen die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur, es beugt kalten Füßen vor und kann bei Kopfschmerzen helfen. Bevor du ins nasse Gras gehst, sollten deine Füße allerdings warm sein. 

Frauenfüße im feuchten Gras beim Tautreten
Tautreten kann Kopfschmerzen lindern und für den Frischekick am Morgen sorgen. | Foto: Lisa Amenda

Ernährung für mehr Energie

Was zu einer Frühjahrskur noch gehört? Na klar, die Ernährung. Oft fehlen unserem Körper nach dem langen Winter Vitamine und Mineralstoffe. Durch die richtige Ernährung lassen sich die leeren Speicher schnell wieder auffüllen. Dazu zählt vor allem eine ausgewogene Ernährung aus frischem Obst und Gemüse, am besten saisonal und regional, sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.

Den perfekten Start in den Tag bildet ein kohelnhydratreiches Frühstück und wenig Fett, wie zum Beispiel frisch geschrotetes Müsli, Haferflocken, Weizenkeime kombiniert mit frischen Früchten und Proteinen. Das kurbelt den Stoffwechsel an und der Körper erhält Kraft für den gesamten Tag. Den Kaffee solltest du eventuell erst einmal auslassen, weil Koffein zu verstärkter Nervosität führen kann. Greife lieber zu Kräutertees sowie ungesüßten Frucht- oder Gemüsesäften und reichlich Wasser.

Ausgewogene Ernährung gegen Frühjahrsmüdigkeit
Viel Gemüse – am besten regional, saisonal und bio – füllen unsere Vitaminspeicher nach dem Winter wieder auf. Foto: Markus Spicke/Unsplash

Detox mit Brennnessel

Eine gesunde Ernährung kannst du vor allem mit Kräutern und Heilpflanzen unterstützen. Eine der wichtigsten Pflanzen dafür ist die Brennnessel. Sie enthält Vitamin A und C, Gerbstoffe und reichlich Mineral­stoffe (besonders Eisen) und Flavonoide und gilt somit als perfekte Ergänzung für jede Frühjahrskur.

Im Frühjahr eignet sich Brennnessel vor allem als Saft oder als Tee. Dazu einfach 1-2 Teelöffel Brennnesselblätter mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen und davon 2-3 Tassen über den Tag verteilt trinken. Du kannst Brennnessel aber auch als Alternative zu Spinat nutzen und beispielsweise Brennnessel-Knödel machen oder ein einfaches Brennnesselgemüse als Beilage. Denn das Gute: Du kannst die Brennnessel schon jetzt draußen pflücken. 

Brennnessel gegen Frühjahrsmüdigkeit
Heimisches Superfood: Die Brennnessel enthält viel Vitamin A und C. Foto: Paul Morley/Unsplash

Bewegung an der frischen Luft

Und ganz klar, eines der besten Mittel um gute Laune und die Hormonproduktion wieder anzukurbeln ist Sport und Bewegung an der frischen Luft. Endlich können wir wieder raus, die Temperaturen steigen und da macht Laufen und Radfahren doch gleich viel mehr Spaß. Die Sonne füllt unsere Vitamin D-, sowie Serotonin-Speicher auf und die Frühjahrsmüdigkeit wandelt sich in Energie. 

Radfahren gegen die Frühjahrsmüdigkeit
Bewegung an der frischen Luft kurbelt die Hormonproduktion wieder an und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit. Foto: Sporting Women

Entspannungsphasen in den Alltag einbauen

Trotz aller Aktivitäten, ist es aber trotzdem wichtig Entspannungsphasen in den Alltag einzubauen. So kann sich der Rhythmus aus Aktivität und Passivität bzw. aus Schlaf- und Wachphasen wieder richtig einpendeln. Vermeide deshalb zu viele Reize und Stress und gönn dir ausreichend Schlaf. Unterstützen kannst du deine aktiven Entspannungsphasen auch mit Yoga oder Meditationen. 

Adlerarme Yoga für den Alltag
Auch wenn du voller Tatendrang bist, baue dir aktiv Entspannungspausen in den Alltag ein. Wie z.B. mit Yoga oder Meditation. | Foto: Jürgen Amenda

Wieso mit Kneipp fit in den Frühling?

TCM, Ayurveda usw., naturheilkundliche Ansätze gibt es viele. Ein Konzept der traditionellen europäischen Medizin ist die Kneipplehre. Sebastian Kneipp erfand bereits im 19. Jahrhundert sein ganzheitliches Konzept für einen Lebensstil der Prävention und Therapie – und heilte und half damit zahlreichen Menschen. Sein Konzept fußt auf fünf Elementen:

  • Wasser,
  • Bewegung,
  • Ernährung,
  • Heilkräuter und
  • Lebensordnung. 

Zu den wohl bekanntesten Kneippanwendungen zählen die Kneippschen Güsse und das klassische Wassertreten. Mit hat Kneipp mit seinem einfachen und zugänglichen Ansatz schon in vielen Situationen geholfen, deswegen habe ich alle Tipps hier nach der Kneipplehre zusammengestellt. Denn dazu brauchst du weder viel Equipment, noch Supplements, du kannst direkt loslegen. 

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Laufen, Radfahren oder Bergsport: Hier findest du alles rund um dein Hobby, deine Auszeit und deine sportlichen Lieblingsthemen! Gemeinsam mit den sportingWOMEN-Markenbotschafterinnen sowie weiteren Sport-Expertinnen inspiriert und motiviert die #strongHER-Redaktion mit spannenden Storys, Tipps und mehr.

Lisa Amenda

Lisa Amenda

Lisa Amenda studierte in München und Innsbruck Geographie, weil sie ursprünglich mal lieber draußen statt drinnen arbeiten wollte. Ihre Liebe zum Schreiben hat sie dann doch vor den Computer gebracht. Deswegen schreibt sie heute für diverse Outdoor- sowie Skimagazine und ihren Blog Wild Recreation über Nachhaltigkeit, Outdoorsport und die Beziehung zwischen Mensch und Natur.

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